Ratgeber
Falsche BPM in der Musiksammlung finden und korrigieren
Wer auflegt oder Playlists nach Tempo baut, merkt es schnell: Ein Titel steht mit halbem Tempo in der Liste, ein anderer liegt ein paar Schläge daneben, und bei vielen fehlt die Tonart ganz. Das liegt selten am Programm, das gerade läuft, sondern an Angaben, die über Jahre in die Dateien gewandert sind.
Woher falsche Werte kommen
- Halbes oder doppeltes Tempo. Eine Analyse zählt bei schnellen Stücken gern nur jeden zweiten Schlag und bei langsamen doppelt so viele. Drum and Bass landet so im Bereich von Hip-Hop und umgekehrt.
- Alte Werte aus fremder Quelle. Viele Dateien bringen ein Tempo mit, das irgendwann ein anderes Programm oder ein Downloadportal eingetragen hat. Ob es stimmt, hat nie jemand geprüft.
- Tonart in mehreren Schreibweisen. Mal steht da „Am“, mal „A minor“, mal ein Camelot-Wert. Für die Sortierung sind das drei verschiedene Angaben.
- Leere Felder. Was nie analysiert wurde, hat auch keinen Wert.
Tempo in der Musik-App eintragen
Die Musik-App misst das Tempo nicht selbst, zeigt es aber an und lässt es ändern:
- Wähle einen Titel und dann „Informationen“.
- Im Reiter „Details“ steht das Feld „BPM“. Trag den Wert ein und bestätige mit „OK“.
- In der Titelliste blendest du per Rechtsklick auf die Spaltenköpfe die Spalte „BPM“ ein und sortierst danach. So fallen Ausreißer in einem Album oder einer Playlist schnell auf.
Ein Feld für die Tonart hat die Musik-App nicht. Wer sie dort sehen will, braucht ein anderes Werkzeug.
Tempo und Tonart in DJ-Programmen
rekordbox, Serato und Traktor analysieren Tempo und Tonart selbst und halten die Ergebnisse in ihrer eigenen Sammlung. Prüfe dort bei Verdacht das Beatgrid und korrigiere halbes oder doppeltes Tempo direkt am Titel. Ob ein DJ-Programm seine Werte auch in die Datei schreibt, hängt vom Programm und seinen Einstellungen ab. Deshalb zeigen Datei, Musik-App und DJ-Programm manchmal unterschiedliche Werte für denselben Titel.
Gegenprobe von Hand
- Klopf bei einem verdächtigen Titel im Takt mit; viele DJ-Programme haben dafür eine Tap-Taste.
- Vergleiche Ausreißer mit den Nachbartiteln im selben Genre.
- Leg dich bei der Tonart auf eine Schreibweise fest und bleib dabei.
Was Truffle dabei abnimmt
Truffle misst Tempo und Tonart auf dem Mac selbst, ohne Internet, und schlägt die Werte Feld für Feld vor. Oberhalb von rund 130 BPM ist das Tempo eine Näherung, die du gegenhören solltest. Truffle arbeitet an der Apple-Music-Mediathek, an lokalen Ordnern und an Sammlungen aus rekordbox, Serato und Traktor, schreibt aber nie in die Datenbank eines DJ-Programms: Cues, Beatgrids, Crates und Sets bleiben, wie sie sind. Geschrieben wird erst nach deiner Bestätigung. Zum Ausprobieren ist die App kostenlos: 100 Titel analysieren, 20 schreiben.
Weitere Ratgeber
Truffle prüft deine Mediathek, zeigt dir jede Änderung vorher und schreibt nur, was du übernimmst.
Stand: 8.10.2026